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	<title>Holistic Innovation &#187; Innovation</title>
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		<title>Innovationen für Lebensfreude! Was wir von Vanuatu lernen können…</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Dec 2011 10:25:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eckehard Fozzy Moritz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Holistic Innovation Blog]]></category>
		<category><![CDATA[glücklich]]></category>
		<category><![CDATA[Innovation]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensfreude]]></category>
		<category><![CDATA[Ni-Van]]></category>
		<category><![CDATA[Vanuatu]]></category>

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		<description><![CDATA[Challenge: Mit Innovationen steigern wir Bruttosozialprodukt, Wettbewerbsfähigkeit und Umsatz. Aber auch unsere Lebensfreude? Dieses Ziel kommt in den wenigsten Programmen vor, und ist doch eigentlich eine wesentliches Ziel unseres Seins. Können wir hierzu etwas von den glücklichsten Menschen der Welt lernen? Ein reflektierter „Reisebericht“… Storyline: „We are the happiest planet on Earth!“ Kelson strahlte bei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Challenge:</strong></p>
<p>Mit Innovationen steigern wir Bruttosozialprodukt, Wettbewerbsfähigkeit und Umsatz. Aber auch unsere <a href="http://www.holistic-innovation.org/blog/tag/lebensfreude/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Lebensfreude">Lebensfreude</a>? Dieses Ziel kommt in den wenigsten Programmen vor, und ist doch eigentlich eine wesentliches Ziel unseres Seins. Können wir hierzu etwas von den glücklichsten Menschen der Welt lernen? Ein reflektierter „Reisebericht“…</p>
<p><strong>Storyline:</strong></p>
<p>„We are the happiest planet on Earth!“ Kelson strahlte bei dieser Aussage so intensiv, dass man ihm trotz interpretationsbedürftiger Semantik sofort glauben musste. Tatsächlich belegte <a href="http://www.holistic-innovation.org/blog/tag/vanuatu/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Vanuatu">Vanuatu</a> in der bislang wohl größten Studie zum Thema 2006 den ersten Platz auf dem Happy Planet Index. Die Ni-Vans, wie sich die Bevölkerung dort nennt, sind also die glücklichsten Menschen der Welt. Und sie sind stolz darauf. Klar, dass ich mir das anschauen musste. Sie die wirklich so <a href="http://www.holistic-innovation.org/blog/tag/glucklich/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with glücklich">glücklich</a>? Und wenn ja, warum, und was können wir davon lernen? Und was hat das alles mit <a href="http://www.holistic-innovation.org/blog/tag/innovation/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Innovation">Innovation</a> zu tun?</p>
<p>Zunächst einmal: Ja, die Ni-Vans sind sehr, sehr <a href="http://www.holistic-innovation.org/blog/tag/glucklich/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with glücklich">glücklich</a>; ansteckend <a href="http://www.holistic-innovation.org/blog/tag/glucklich/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with glücklich">glücklich</a>. Überall stößt man auf freundliche Gesichter; die Menschen sind immer für einen da, ohne aufdringlich hilfsbereit zu sein. Es ist immer Zeit für ein Gespräch, eine Schale Kava, ein Lächeln, eine Kokosnuss. Genug der Schwärmerei: Man muss es erlebt haben – aber bitte nur dann, wenn man sich tatsächlich auf die Menschen und ihr Glück einlässt und nicht in großer Hektik eine Foto- und Besichtigungssafari durchzieht: Weder erlebt man dann selbst die Freude, noch wird sie mit solchen Touristen in <a href="http://www.holistic-innovation.org/blog/tag/vanuatu/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Vanuatu">Vanuatu</a> lange anhalten.</p>
<p>Woher kommt dieses „Glücklichsein“? Nach meinen Gesprächen und Beobachtungen sind mindestens drei Gründe dafür verantwortlich:</p>
<ol>
<li><strong>Die intensive Harmonie mit der Natur.</strong> Ich muss zugeben, da haben die Ni-Vans einen natürlichen Wettbewerbsvorteil, der uneinholbar ist, fast unfair scheint, wenn das hier eine anwendbare Kategorie wäre: Sie leben förmlich im Paradies; es gibt im Dschungel genug zu essen und trinken, Früchte und Tiere sind irgendwie „einfach da“. Es gibt kein zu kalt, kein zu warm, keine Gefahren, nichts Giftiges. Ein Wickelrock und ein paar Kokospalmenblätter als Dach reichen, um für Alles gerüstet zu sein. Aber man muss das auch annehmen und wertschätzen, und das tun die Ni-Vans, noch…</li>
<li><strong>Die Sorglosigkeit.</strong> In einer solchen Umgebung ist klar, dass niemand hungern, frieren, oder sich sonstwie Gedanken über irgendetwas machen muss. Ohne Abhängigkeits- und Lohnverhältnisse fehlen Gründe für Druck und Stress – ja warum sollte es diesen auch geben. Beneidenswert.</li>
<li><strong>Zeit und Energie für Gemeinschaft.</strong> Die starke Gemeinschaft der Ni-Vans nimmt den letzten Rest an Problemen und verschafft den Einzelnen Freiräume für Freude und Tanz, aber auch für produktives Einbringen in das Gemeinschaftsleben. Irgendwer muss ja dann doch die Kuh schlachten, die Kavawurzel kauen, die neuen Palmenblätter befestigen. Aber mit einem „Arbeits“aufwand von wenigen Stunden pro Woche, noch dazu mit direkter Sinnstiftung und einer Atmosphäre der Fairness, ist jeder gerne dabei.</li>
</ol>
<p>Was hat diese Urlaubs-Gefühlsduselei mit <a href="http://www.holistic-innovation.org/blog/tag/innovation/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Innovation">Innovation</a> zu tun… mag mancher Leser jetzt fragen. Doch wer wirklich so fragt, den kann ich nur zurückfragen: Gibt es einen besseren Grund für <a href="http://www.holistic-innovation.org/blog/tag/innovation/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Innovation">Innovation</a> als die Vermehrung der <a href="http://www.holistic-innovation.org/blog/tag/lebensfreude/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Lebensfreude">Lebensfreude</a>? Eigentlich bedauerlich, dass das bei uns kaum (mehr) so wahrgenommen wird…</p>
<p><strong>Suggestions:</strong></p>
<p>Wie aber kann <a href="http://www.holistic-innovation.org/blog/tag/innovation/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Innovation">Innovation</a> zu <a href="http://www.holistic-innovation.org/blog/tag/lebensfreude/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Lebensfreude">Lebensfreude</a> beitragen? Bleiben wir bei den drei Punkten oben:</p>
<ul>
<li><strong>Innovationen für Harmonie mit der Natur.</strong> Die Möglichkeiten hierzu beginnen bei den Anstrengungen zur nachhaltigen <a href="http://www.holistic-innovation.org/blog/tag/innovation/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Innovation">Innovation</a>, die ich in einem früheren Blogbeitrag schon thematisiert hatte (<a href="../blog/2010/11/23/jenseits-von-machtkampfen-und-schalen-kompromissen-%E2%80%93-viele-nachhaltigkeitsdilemmata-lassen-sich-durch-innovation-intelligent-auflosen/">http://www.holistic-innovation.org/blog/2010/11/23/jenseits-von-machtkampfen-und-schalen-kompromissen-%E2%80%93-viele-nachhaltigkeitsdilemmata-lassen-sich-durch-innovation-intelligent-auflosen/</a>). Aber sie hören dort noch lange nicht auf: Wir könnten Informations-, Orientierungs- und Lernsysteme für ein Leben mit der Natur entwickeln: Welche Pilze kann man essen, wie mit Tieren umgehen; wo sind die nächsten Brombeersträucher und wie sicher ist die Bergtour? Das alles zum Beispiel angezeigt auf energieautarken nahezu unsichtbaren Folienaufstellern in der Landschaft… im Sinne von Besinnung und Natur muss es auch mal ohne Handy gehen. Wir können einen größeren Teil der <a href="http://www.holistic-innovation.org/blog/tag/mobilitat/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Mobilität">Mobilität</a> mit Muskelkraft organisieren, für Nicht-Camper attraktive Zelte entwerfen, Gärten und Grünoasen in Städten anlegen und vieles mehr.</li>
</ul>
<ul>
<li><strong>Innovationen für Sorglosigkeit.</strong> Unsere aktuellen politisch-ökonomischen Entwicklungen weisen leider genau in die andere Richtung. Eigenverantwortung klingt so schön, aber wenn etwas in die Hosen geht, oder wenn die Ressourcen für Eigenverantwortung gar nicht da sind, was dann? Nein, solange Gier stärker gefördert wird als Solidarität und Fairness, wird ein Großteil der Menschen unter Druck leben und daran leiden; das Gegenteil von Sorglosigkeit. Und es ist tatsächlich eine Herausforderung für Innovatoren, im Diskurs mit allen Stakeholder der Gesellschaft ein System zu entwickeln, das  nachhaltig und fair funktionieren könnte, das dem Verfolgen von Machtinteressen genauso etwas entgegensetzen kann wie dem Sozialschmarotzertum. Einen Versuch wäre es nicht nur wert; solche Versuche sind höchste Zeit. Denn das aktuelle System fördert nicht nur alles andere als <a href="http://www.holistic-innovation.org/blog/tag/lebensfreude/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Lebensfreude">Lebensfreude</a>, es wird auch nicht mehr lange so funktionieren.</li>
</ul>
<ul>
<li><strong>Innovationen für Zeit und Energie für die Gemeinschaft.</strong> Auch mit diesem Ziel können Innovatoren tätig werden, wie ich an nur einem Beispiel illustrieren möchte. Sowohl auf Deutschland- wie auch auf EU-Ebene wird technikgestütztes Leben (Ambient Assisted Living – AAL) mit dem Ziel gefördert, möglichst lange selbstbestimmt zu Hause leben zu können. Aber auch mit noch so eleganter <a href="http://www.holistic-innovation.org/blog/tag/technik/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Technik">Technik</a> bleibt man alleine… dabei wäre es aus Gründen der geistigen und körperlichen Anregung, der Sinnstiftung und der einfachen Pflege und Betreuung viel besser, wenn Menschen auch und gerade im Alter zusammen leben würden. Innovatoren könnten sich also zum Ziel setzen, dieses Zusammenleben durch Innovationen attraktiv zu machen und Ängste vor einer Entwurzelung zu nehmen. Wir haben genau dies als neuen Förderschwerpunkt „Ambient Assisted Co-Living“ vorgeschlagen; weitere Infos hierzu gibt’s direkt bei mir unter efm@sportkreativwerkstatt.de .</li>
</ul>
<p>Mit solchen Innovationen leben wir zwar noch lange nicht im glücklichsten Land der Welt. Aber wir kommen diesem zumindest deutlich näher&#8230;</p>
<p><strong>Questions:</strong></p>
<ol>
<li>Wieso kommt das Ziel „Steigerung der <a href="http://www.holistic-innovation.org/blog/tag/lebensfreude/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Lebensfreude">Lebensfreude</a>“ in Deutschland in nahezu keinem politischen oder Förderprogramm vor?</li>
<li>Wie kann man Diskurse dazu organisieren, was eigentlich <a href="http://www.holistic-innovation.org/blog/tag/lebensfreude/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Lebensfreude">Lebensfreude</a> ist und wie man diese erreicht?</li>
</ol>
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		</item>
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		<title>Weissagungen als Mittel zur Innovationsförderung? Von den Mayas zur Stadtmobilität der Zukunft</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Aug 2011 06:49:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eckehard Fozzy Moritz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Holistic Innovation Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Innovation]]></category>
		<category><![CDATA[Mobilität]]></category>
		<category><![CDATA[Nachhaltigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Weissagung]]></category>

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		<description><![CDATA[Challenge: „Wie dürfen wir uns das genau vorstellen…?“ Eigentlich hasse ich diese Frage: Wie soll ein Innovator etwas genau schildern, dass sich erst als unscharfe Vision in seinem Hirn zu entwickeln beginnt? Und doch: Konkrete Vorstellungen und Bilder können vermutlich viel besser zu Handlung anregen als wolkige Monologe. In diesem Blog thematisiere ich daher Sinn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><strong>Challenge:</strong></p>
<p style="text-align: justify">„Wie dürfen wir uns das genau vorstellen…?“ Eigentlich hasse ich diese Frage: Wie soll ein Innovator etwas genau schildern, dass sich erst als unscharfe Vision in seinem Hirn zu entwickeln beginnt? Und doch: Konkrete Vorstellungen und Bilder können vermutlich viel besser zu Handlung anregen als wolkige Monologe. In diesem Blog thematisiere ich daher Sinn und Unsinn von „Weissagungen“ – und gebe einige Beispiel zur Stadtmobilität der Zukunft.</p>
<p style="text-align: justify">
<p style="text-align: justify"><strong>Storyline:</strong></p>
<p style="text-align: justify">„Die Zukunft ist weit offen. Sie hängt von uns ab; von uns allen. Sie hängt davon ab, was wir und viele andere Menschen tun und tun werden; heute und morgen und übermorgen.“ Karl Poppers Gedanken sind aktueller und vor allem wichtiger denn je. Denn die Zukunft ist weder vorbestimmt noch findet sie zufällig irgendwie statt. Wir alle gestalten Zukunft – oder lassen durch Nichtstun zu, dass Andere sie gestalten. „Andere“, das sind derzeit leider vor allem die Zocker und Magnaten, die durch die Globalisierung immer größere Hebel haben, die Zukunft in ihrem eigenen, oft überaus egoistischen Sinne zu gestalten. Doch es ist unser aller Zukunft, daher sollten wir ALLE sie so zu gestalten versuchen, wie wir sie gerne hätten.</p>
<p style="text-align: justify">„Wie hätten Sie´s denn gern?“ Diese Frage wird heute in erster Linie beim Frisör und im Rotlichtmilieu gestellt und beantwortet. In den Medien, insbesondere in den Myriaden von Talkshows kommt diese Frage erschreckend wenig vor (ja, leider, Frau Illner, Frau Will, Herr Plasberg…). Bei allen vorgeblichen Zwängen und Problemen der Gegenwart vergessen wir die Zukunft. Doch das ist die Zeit, in der wir leben werden. Die Vergangenheit ist vorbei!</p>
<p style="text-align: justify">Natürlich ist es nicht trivial, Diskurse über eine gewünschte Zukunft so zu führen, dass die Ergebnisse im Sinne der Zukunftsgestaltung nützlich, das heißt, plausibel, machbar und wünschenswert zugleich sind. Das, was die Menschen zur Gestaltung der Zukunft wissen, „ist nichts im Vergleich zu dem, was wir alles wissen müssten, um die richtigen Entscheidungen zu treffen.“ So entsteht ein komplexes Milieu des Zögerns und Zauderns, in dem sich jedoch bestimmte Exemplare von Esoterikern, Machtpolitikern, Wissenschaftlern und Scharlatanen überaus wohl fühlen und prächtig entwickeln können:</p>
<ul style="text-align: justify">
<li>Esoteriker suchen ihren Teil der Welt aus und verbreiten oder leben die Überzeugung, dass die ganze Welt besser wäre, wenn nur vegane Ernährung Pflicht würde, oder Kupferarmbänder getragen, oder Tai Chi Pflichtbestandteil des Schulunterrichts würde.</li>
</ul>
<ul style="text-align: justify">
<li>Machtpolitiker machen Angst vor der Zukunft – und damit ihre Gefolgschaft für Entscheidungen im Sinne ihres Machterhaltes gefügig. Ein alter Trick, der schon in der katholischen Kirche sehr gut funktioniert hat.</li>
</ul>
<ul style="text-align: justify">
<li>Wissenschaftler machen Zukunft zu einem Gegenstand der Forschung – bei dem jedoch die meisten ihrer klassischen Methoden versagen. Quantifizierungen und Operationalisierungen helfen vielleicht bei kurzfristigen Voraussagen in klar umgrenzten Feldern, nicht aber bei der weiteren Vorausschau in komplexen Zukunftsthemen, erst recht nicht bei der wunsch- und werteorientierten Gestaltung unserer Zukunft. Was für die Zukunft bleibt, sind oft wenig mehr als Banalitäten.</li>
</ul>
<ul style="text-align: justify">
<li>Scharlatane sind kreativ bei der Definition von Zukunftsperspektiven, deren Verbreitung ihrem eigenen Gewinn oder sonstigen Vorteil nutzt. Die Zinsen werden steigen, Öllecks im Meer verschwinden, die Aliens werden kommen und die Welt wird untergehen…</li>
</ul>
<p style="text-align: justify">Doch was tun? Schon Sokrates hatte eine Lösung parat: Die Staatslenker, für ihn die wesentlichen Akteure der Zukunftsgestaltung, müssten die „weisesten“ des Volkes sein. Ja, aber wo sind sie denn, die Weisen? Die Politiker von heute sind es sicher überwiegend nicht, zumindest haben sie zu wenig Rückrat oder kommen als Weise in dem Haifischbecken Parteienapparat erst gar nicht über den Kreisbeirat hinaus. Die Wirtschaftsweisen wissen wohl, was der Wirtschaft gut tut – aber die Wirtschaft ist ja zum Wohle der Gesellschaft da und nicht, wie dort normalerweise unterstellt, umgekehrt. Tatsächlich scheint die ganze Idee von Weisheit eher in Vergessenheit zu geraten – Weisheit als Verbindung von tiefer Einsicht, ganzheitlichem Ansatz und ethisch-moralischem Anspruch. Doch nur durch Nutzung all dieser Qualitäten, also durch Weisheit, lässt sich Zukunft so gestalten, dass sie in unser aller Sinne wünschenswert ist.</p>
<p style="text-align: justify">Doch wie kann Weisheit Zukunft prägen? Ich schlage hierzu vor, das Konzept der Weissagungen wieder aus der Versenkung hervorzuholen. Ich verstehe diese als Vorhersagungen, die einen ganzheitlichen und ethisch-moralischen Anspruch haben, das Wahrscheinliche mit dem Wünschenswerten kombinieren und eine Orientierung und Handlungsmotivation dergestalt bieten, dass durch das entsprechende Tun Aller das Wünschenswerte auch wahrscheinlich wird.</p>
<p style="text-align: justify">Puh, schwäääre Kost. Die Mayas konnten das einfacher formulieren: „Unsere Weissagungen sind niemals dazu da, dass sie eintreten, sondern sie sind ein Wegweiser zur Veränderung“ Na also, geht doch… Im Folgenden will ich daher alle meine Weisheit und Visionskraft zusammennehmen, um zehn Weissagungen als exemplarische Wegweiser für Veränderung, <a href="http://www.holistic-innovation.org/blog/tag/innovation/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Innovation">Innovation</a>, in der Stadtmobilität der Zukunft zu formulieren. Wie gerade geschrieben, möchte ich dadurch das Wahrscheinliche mit dem Wünschenswerten so kombinieren, und gleichzeitig zum Tun Aller dergestalt anregen, dass eben das Wünschenswerte wahrscheinlich wird. Kurz: Lasst uns gemeinsam die Voraussetzungen für eine für Alle attraktive Stadtmobilität schaffen!</p>
<p style="text-align: justify">
<p style="text-align: justify"><strong>Exemplifications:</strong></p>
<p><strong>2013, New York: „CYCLING 192“</strong></p>
<p>Zum ersten Mal hat die UN im Rahmen einer internationalen Sondersitzung das Thema „nachhaltige Stadtmobilität und die Rolle des Fahrrads“ auf die Agenda genommen. Ziel ist, politische Maßnahmen zu diskutieren, um die Rolle des Fahrrads und seine Bedeutung für nachhaltige Entwicklung zu stärken. Auch wenn inhaltlich kaum Ergebnisse erzielt wurden, waren doch Vertreter von 189 Mitgliedsstaaten anwesend: Eine Fortsetzung ist geplant.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>2014, Frankfurt am Main: „Des nächste Mal will ich e Schutzblech…“</strong></p>
<p style="text-align: justify">In Frankfurt wurde das Pilotprojekt „Bike to Fly“ erfolgreich abgeschlossen. Insbesondere Geschäftsreisende mit Tagesterminen können nun sicher über zentrale Fahrradrouten oder durch den Grüngürtel zum Flughafen fahren und ihr Fahrrad dort umsonst parken. Entlang der ausgewiesenen Strecken sind Hinweisschilder für Pannenservice und Rufstationen für Taxis installiert. Besucher Frankfurts finden im Ankunftsbereich ebenfalls einen Leihservice.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>2015, Pune: „Out of the box!“</strong></p>
<p style="text-align: justify">Die ersten Ideen entstanden vermutlich in Dhaka, der Hauptstadt Bangladeschs. Aber richtig erfolgreich wurde das Tata Cargo-Bike erst durch die rundum ausgeklügelte Transport“schachtel“ und die perfekte Integration der Bosch-Elektroantriebe. Stolz präsentiert CEO Ratan Tata das neue Konzept „Tata Green Logistics“ in dem malerischen Pune: Die Bikes, die Charging Stations in den Firmen, die Umladestationen an den Bahnhöfen und die neuen Services funktionieren zumindest beim Pressetermin perfekt.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>2016, Rio de Janeiro: „We drive the World!“</strong></p>
<p style="text-align: justify">Kurz vor der Eröffnungsfeier der Olympischen Sommerspiele waren sie plötzlich überall an der Copa Cabana zu sehen: Kleinste elektrobetriebene Vehikel mit Leitsystemen, Schwarmintelligenz und TouchDrive, die eine Person sicher und klimageschützt durch die Stadt transportieren – und das zu Nutzungskosten von umgerechnet nur einem EUR pro Kilometer. Google hätte sich kaum einen besseren Ort und Zeitpunkt zur Einführung ihres ersten Serienfahrzeuges aussuchen können.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>2017, Heppenheim: „Ich hätt nie gedacht, dass des so beschleunigt…“</strong></p>
<p style="text-align: justify">Sebastian Vettel feiert den Gewinn seiner 5. Formel 1 Weltmeisterschaft. Das Besondere: In diesem Jahr waren nur noch elektrogetriebene Boliden erlaubt; sogar der Strom muss aus erneuerbaren Energien erzeugt weden. Sein Vattenfall-Rennstall hatte ein aerodynamisches Meisterwerk an den Start gebracht, angetrieben von einem bärenstarken Motor von Samsung. E-Rennstrecken in Stadtnähe werden jetzt auch in Deutschland immer beliebter.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>2018, Mexico City: „Mas seguridad, menos smog“</strong></p>
<p style="text-align: justify">Sie fingen plötzlich und ohne Vorwarnung an: Die doppelspurigen Seitenarme der Reforma, der Prachtstraße Mexicos, wurden im Auftrag der Stadtverwaltung von hunderten Straßenarbeitern grün gefärbt, mit verschieden designten Fahrradlogos in Rot und Weiß auf der Fahrbahndecke. Die Markierungen gehen über die Kreuzungen hinweg und sichern dem Radverkehr Aufmerksamkeit während der langen Grünphasen. Ab dem 1. Juli dürfen dann ausschließlich nicht motorisierte Fahrzeuge und E-Bikes auf diesen Spuren fahren.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>2020, Tokyo: „Hashinashi“</strong></p>
<p style="text-align: justify">„Kein Fuß“ – unter diesem Motto wird derzeit ein neues Rollbandsystem für Fußgänger im Stadtteil Shibuya vorgestellt. Durch innovativen Leichtbau konnte das Gewicht im Vergleich zu traditionellen Rollbändern um fast 90 Prozent gesenkt werden. Die Bahnen sind breit, vermitteln durch mitlaufende Haltebänder ein sicheres Gefühl und man kann auf den seitlichen Projektionsflächen sogar Zeitung lesen. „Wir wollten auch Älteren wieder einen einfachen Gang in die Stadt ermöglichen“, so die Bürgermeisterin in einem Interview.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>2021, Stockholm: „U MOVE“</strong></p>
<p style="text-align: justify">„Oslo hätte darauf kommen sollen“ schrieb der norwegische Journalist im Aftenposten. Aber in Stockholm wurde eine uralte Idee als neue Dienstleistung zum Erfolg: Bürger mit Bewegungseinschränkungen können über ein Portal eine Begleitperson anfordern, die mit ihnen spazieren geht, Rad fährt oder auch mal Einkäufe erledigen hilft, meist umsonst oder für eine Tasse Kakao unterwegs. „Das ist wie Gassi gehen…“ berichtet eine deutsche Austauschstudentin, die drei Monate als Freiwillige an dem Programm mitwirkte.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>2026, Tiflis: „Zuerst hatte ich ja schon Schiss, so in der Luft…“</strong></p>
<p style="text-align: justify">Gestern wurde in der georgischen Hauptstadt ein neues Hybridkonzept für öffentlichen und privaten Verkehr eingeweiht. An den armdicken Stahlkabeln über dem Mtkwari hängen nicht nur unzählige Kabinen, in die bis zu sechs Personen einsteigen können, sondern an so genannten Koppelstellen kann man auch seine eigenen Gefährte einhängen. „Die Idee hierzu bekam ich auf einer Wasserskianlage“, sagte der georgische Erfinder. Verschiedene Städte planen bereits ähnliche Systeme, darunter Penang und Kapstadt.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>2042, Dubai: „Und ihr habt das damals verkauft, damit es verbrannt wird?“</strong></p>
<p style="text-align: justify">Führende Vertreter der Arabischen Liga treffen sich zum dritten Krisengipfel im Burj Khalifa, dem vierthöchsten Gebäude der Welt. Da fast kein Öl mehr zu fördern ist, werden seit zwei Jahrzehnten in <a href="http://www.holistic-innovation.org/blog/tag/kooperation/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kooperation">Kooperation</a> mit chinesischen Firmen E-Blobs mit extremer Energiedichte entwickelt: 1.000 Stunden Sonnenschein in der Größe einer Streichholzschachtel. Man beschließt, viel zu spät, auch die Entwicklung eines eigenen Stadtvehikels, das mit diesen Blobs betrieben wird. Denn in Shanghai fahren diese schon längst…</p>
<p style="text-align: justify">
<p style="text-align: justify"><strong>Questions:</strong></p>
<ol style="text-align: justify">
<li>Welche Weissagungen kann die Leserin noch beisteuern? Und was haltet ihr von diesem Ansatz überhaupt?</li>
<li>Wie beim Konzept der Holistischen <a href="http://www.holistic-innovation.org/blog/tag/innovation/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Innovation">Innovation</a>, werden sicher auch bei „Weissagungen“ manche Kommentare die esoterische Anmutung des Begriffs monieren. Wie kann man mit diesem Argument umgehen? Oder gibt es einen besseren Begriff?</li>
</ol>
<p style="text-align: justify">
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		</item>
		<item>
		<title>Arbeit an Technik – Das muss nicht uncool sein!</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Mar 2011 12:19:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eckehard Fozzy Moritz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Holistic Innovation Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Fachkräftemangel]]></category>
		<category><![CDATA[Innovation]]></category>
		<category><![CDATA[Technik]]></category>

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		<description><![CDATA[Prof. Dr. Eckehard Fozzy Moritz Challenge: Schon heute, und erst recht in Zukunft, wird händeringend nach Technikern und Ingenieuren gefahndet. Der Umgang mit diesem Problem ist eine wichtige Herausforderung für die Wirtschaft. Dabei wird es nicht reichen, die Lösungen nur in mehr Technikinhalten in der Ausbildung zu suchen. Die Erzeugung von Technikkompetenz und Technikbegeisterung muss [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Prof. Dr. Eckehard Fozzy Moritz</p>
<p><strong>Challenge:</strong></p>
<p>Schon heute, und erst recht in Zukunft, wird händeringend nach Technikern und Ingenieuren gefahndet. Der Umgang mit diesem Problem ist eine wichtige Herausforderung für die Wirtschaft. Dabei wird es nicht reichen, die Lösungen nur in mehr Technikinhalten in der Ausbildung zu suchen. Die Erzeugung von Technikkompetenz und Technikbegeisterung muss an vielen Stellen anfangen – und ihre Bedeutung geht weit über die Sicherstellung der Entwicklung und Produktion der nächsten Automobilgeneration hinaus.</p>
<p><strong>Storyline:</strong></p>
<p>Fränzchen und Klein-Jürgen sind ratlos. In ihrer Bastelstube haben sie schöne bunte Karosserieteile und Elektromotoren angehäuft und wollen mit Manfred und Dieter zusammen ganz viele Autos bauen. Aber kaum jemand will mit ihnen spielen. Autos bauen ist nicht mehr cool, Computeraction ist in. Mit Autos spielt kaum jemand mehr, sie verstopfen aber die Flure im Kindergarten, die Hartplastikräder machen einen unschönen Sound auf den Fliesen. Und Autos bauen ist richtig Arbeit, und das für eine Milchschnitte am Tag?</p>
<p>Auch wenn dies eine einigermaßen fiktive Geschichte ist, steht die deutsche Industrie vor einem ganz ähnlichen Problem. Es fehlen zusehends Menschen, die harte <a href="http://www.holistic-innovation.org/blog/tag/technik/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Technik">Technik</a> entwickeln und bauen möchten. „<a href="http://www.holistic-innovation.org/blog/tag/fachkraftemangel/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Fachkräftemangel">Fachkräftemangel</a>“ heißt das in der Sprache der Politik und der Wirtschaftsvertreter, als Gründe werden der demografische Wandel und die mangelnde Attraktivität von Technikberufen zitiert.</p>
<p>Was tun? An verschiedenen Orten dieser Republik wird bereits eifrig an Lösungen gearbeitet. Ein Beispiel für hervorragende Aktivitäten stellen die Initiativen der Wissensfabrik für Deutschland dar (<a href="https://www.wissensfabrik-deutschland.de/portal/fep/de/dt.jsp?setCursor=1_443702">https://www.wissensfabrik-deutschland.de/portal/fep/de/dt.jsp?setCursor=1_443702</a>). Ich erwähne diese hier unter anderem auch deshalb, weil in einem Workshop im Rahmen der Vorstellung der Technologieoffensive im BMWi genau das hier diskutierte Thema im Mittelpunkt steht und innovative Lösungen gesucht werden – und die SportKreativWerkstatt dort mithelfen kann und wird, wirklich neue und dennoch wirkungsvolle Ansätze zu finden. Anregungen im Vorfeld sind daher höchst willkommen.</p>
<p>Doch wo kann man nach Lösungen suchen? Klar sind eine verbesserte Ausrichtung der Ausbildung und sonstiger Formen der Nachwuchsförderung, gesellschaftliche Anerkennung von Technikberufen und eine verstärkte Ansprache von in diesem Feld noch sehr unterrepräsentierten Mädchen und Frauen naheliegende und sicher wirkungsvolle Ansätze. Und dennoch ist anzuraten, in einer derart systemischen Frage auch im gesamten System auf die Suche nach Lösungsansätzen zu gehen.</p>
<p><strong>Suggestions:</strong></p>
<p>In den folgenden exemplarischen Vorschlägen zum Umgang mit dem <a href="http://www.holistic-innovation.org/blog/tag/fachkraftemangel/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Fachkräftemangel">Fachkräftemangel</a> aus Sicht des gesellschaftlichen Gesamtsystems werde ich auf traditionellem Grund und Boden anfangen, danach aber auch einige Gedanken formulieren, die zunächst nichts mit dem Thema zu tun zu haben scheinen…</p>
<ul>
<li><strong>In der schulischen Ausbildung könnte <a href="http://www.holistic-innovation.org/blog/tag/technik/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Technik">Technik</a> mit einer Vielzahl anderer Fächer verbunden werden</strong> und so einen doppelten Nutzwert erzeugen. Mein Lieblingsprojekt (manche mögen es schon gehört haben…) hierzu ist die Entwicklung eines <a href="http://www.holistic-innovation.org/blog/tag/sport/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Sport">Sport</a>-<a href="http://www.holistic-innovation.org/blog/tag/technik/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Technik">Technik</a> Lernbaukastens: Schüler könnten sich ihre Bewegungsgeräte selbst bauen und hätten sowohl einen theoretischen als auch einen sinnlich-physiologischen Erkenntnisgewinn über <a href="http://www.holistic-innovation.org/blog/tag/technik/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Technik">Technik</a> und gleichzeitig einen Benefit in der für viele Schüler ebenso dringenden Bewegungsförderung. Wer auch immer helfen möchte, dieses Projekt zu realisieren, bitte SOFORT melden!! Aber natürlich kann man auch Musikgeräte bauen (sogar aus alten Fahrrädern, wie das folgende Beispiel aus Tokyo zeigt:  <a href="http://www.youtube.com/watch?v=2szmoJ5qXnc">http://www.youtube.com/watch?v=2szmoJ5qXnc</a>), oder Geräte von Leonardo da Vinci oder Galileo Galilei im Geschichtsunterricht, oder Vokabelwürfel im Englischunterricht, oder…</li>
</ul>
<ul>
<li><strong>Reale <a href="http://www.holistic-innovation.org/blog/tag/technik/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Technik">Technik</a> sollte wieder einen größeren Platz im Spielen und Handeln der Menschen finden.</strong> Wie in vielen Aspekten des Lebens, so hat auch und gerade beim Spielen die Virtualisierung mit großer Wucht zugeschlagen. Kinder und Erwachsene ballern sich auf dem Bildschirm über den Haufen, anstatt einen Ball auch mal in die Hand zu nehmen. Hier sehe ich eine Herausforderung für Spieleentwickler: Wie kann man die Attraktivität virtueller Spiele mit physischen oder gar mechanischen Erlebnissen verbinden? Die Nintendo Wii zeigt hier eine Richtung auf; wo aber bleibt der Ball mit virtuellen Botschaften, wo das Skateboard mit elektronischer Dämpfung, wo der Flugsimulator, den man durch aktive Bewegungen antreibt (an letztem Projekt arbeiten wir schon einige Zeit, die Möglichkeiten und die Attraktivität sind verblüffend…). Solche Spielsachen könnten dann sogar so gestaltet werden, dass sie Interessierte zum Weiterbasteln einladen, und schon… Doch halt! All das funktioniert nur, wenn in der immer zunehmenden Aufladung der reproduktiven Lernanforderungen heute überhaupt noch Raum für Spielen, für die Entwicklung von Kreativität, Problemlösekompetenz und Initiative, bleibt. Wir dürfen nicht Pisa-Tests gewinnen und jeden Arbeitsplatz an einer Drehmaschine besetzen, aber mit diesem Argument gleichzeitig hoch funktionale aber intellektuell und sozial eher dumme Roboter auf Fleischbasis heranziehen.</li>
</ul>
<ul>
<li><strong>Die Rolle von <a href="http://www.holistic-innovation.org/blog/tag/technik/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Technik">Technik</a> zur Gestaltung einer von uns gewünschten Zukunft könnte wesentlich besser herausgestellt werden.</strong> So könnte man gerade auch idealistisch denkende Menschen abholen: <a href="http://www.holistic-innovation.org/blog/tag/technik/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Technik">Technik</a> ist nicht nur Problem, sondern vor allem auch Lösung. <a href="http://www.holistic-innovation.org/blog/tag/mobilitat/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Mobilität">Mobilität</a> umweltfreundlich zu organisieren, das Wohlbefinden von Couch-Potatoes zu verbessern, gesundheitsfördernde Aktivitäten attraktiv zu machen, soziales Miteinander zu unterstützen… all das geht, auch(!), durch entsprechend entwickelte <a href="http://www.holistic-innovation.org/blog/tag/technik/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Technik">Technik</a>. Wenn dies besser kommuniziert und auch im praktischen Alltag und durch entsprechende Fördermaßnahmen unterstützt wird, muss nicht jeder selbsternannte Gutmensch als nörgelnder Soziologe enden, sondern könnte alternativ auch eine attraktive Zukunft mit gestalten helfen.</li>
</ul>
<ul>
<li><strong>„Techniker“ sollten auch ihrem Beitrag zum gesellschaftlichen Wohlergehen angemessene Ressourcen erhalten.</strong> Denn die Verteilung des Wohlstandes schreit in den meisten kapitalistischen Ländern heute zum Himmel: Diejenigen, die mit Einsatz und Intelligenz Zukunft gestalten, erhalten zumindest in materieller Hinsicht allenfalls ein paar Krümel aus dem Tortenboden; diejenigen, die mit List und Schläue die Welt zu einem großen Roulette umgebaut haben, mit leider allzu realem Einsatz, essen den Kuchen und auch die Sahne obendrauf. Das ist nicht nur an sich unerträglich, sondern auch ein wesentlicher Grund dafür, dass die tatsächlich sehr fordernden Technikberufe für viele nicht unbedingt attraktiv sind. Hier wäre Politik mit Visions- und Tatkraft (oh wer straft endlich diejenigen Lügen, die dies als Widerspruch in sich bezeichnen…) gefragt, die verschiedenen Player an einen Tisch zu bringen, um faire und nachhaltig zukunftsorientierte Lösungen zu entwickeln und umzusetzen.</li>
</ul>
<p><strong>Question:</strong></p>
<p>Ein wesentliches Problem, das der Erzeugung von Technikbegeisterung und -kompetenz im Weg steht, wird fast nie thematisiert: Wissenschaftliche Logik und technische Logik sind nicht nur unterschiedlich, sondern teilweise sogar gegensätzlich – zumindest was die etablierte Praxis angeht. Während die Wissenschaft die Welt, und damit leider auch einen großen Teil der Ausbildung selbst in den Technikfächern, in Disziplinen aufgliedert und innerhalb oder aus der Perspektive dieser Disziplinen heraus Wissen über bestehende Artefakte vermehrt, erzeugt <a href="http://www.holistic-innovation.org/blog/tag/technik/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Technik">Technik</a> neue Artefakte und bedient sich dabei idealerweise eklektisch derjenigen Erkenntnisse, die den Erfolg der Entwicklung sicher stellen helfen. Als Ergebnis der Hegemonie wissenschaftlicher Logik haben wir an den Schulen Unterricht in Mathematik, Physik und Sozialkunde, für die Entwicklung von Technikkompetenz sinnvoll wäre aber ein hoher Umfang projektorientierter Ausbildungsmodule, in denen das Disziplinenwissen zusammenfließt und (bestenfalls sogar synergetisch) genutzt wird. Auf solche Unterrichtsansätze werden aber die angehenden Lehrkräfte so gut wie nicht vorbereitet, da auch das universitäre Studium fast ausschließlich in Fächern und Disziplinen untergliedert wird. Die Frage ist also: Wie könnte man diesen Widerspruch auflösen?</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Jenseits von Machtkämpfen und schalen Kompromissen – Viele Nachhaltigkeitsdilemmata lassen sich durch Innovation intelligent auflösen</title>
		<link>http://www.holistic-innovation.org/blog/2010/11/23/jenseits-von-machtkampfen-und-schalen-kompromissen-%e2%80%93-viele-nachhaltigkeitsdilemmata-lassen-sich-durch-innovation-intelligent-auflosen/</link>
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		<pubDate>Tue, 23 Nov 2010 07:27:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eckehard Fozzy Moritz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Holistic Innovation Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Innovation]]></category>
		<category><![CDATA[Nachhaltigkeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Prof. Dr. Eckehard Fozzy Moritz Challenge: Oft scheinen sich Forderungen nach sozialer, ökologischer und ökonomischer Nachhaltigkeit in ihrer Konsequenz zu widersprechen – mit der Folge, dass sich Interessensgruppen wechselseitig lähmen und damit nachhaltigem Handeln im Weg stehen. In vielen Fällen bieten jedoch Innovationen intelligente Möglichkeiten, diese Gegensätze produktiv aufzulösen. Storyline: Der Kasbeg erhebt sich majestätisch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Prof. Dr. Eckehard Fozzy Moritz</p>
<p><strong>Challenge:</strong></p>
<p>Oft scheinen sich Forderungen nach sozialer, ökologischer und ökonomischer <a href="http://www.holistic-innovation.org/blog/tag/nachhaltigkeit/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Nachhaltigkeit">Nachhaltigkeit</a> in ihrer Konsequenz zu widersprechen – mit der Folge, dass sich Interessensgruppen wechselseitig lähmen und damit nachhaltigem Handeln im Weg stehen. In vielen Fällen bieten jedoch Innovationen intelligente Möglichkeiten, diese Gegensätze produktiv aufzulösen.</p>
<p><strong>Storyline:</strong></p>
<p>Der Kasbeg erhebt sich majestätisch auf über 5000 Meter, genau an der Grenze zwischen Georgien und Russland im großen Kaukasus. Von der Kleinstadt Kasbegi aus ist der Blick wahrhaft pittoresque – vor allem, da fast genau unter dem überdimensionalen Felsendom, auf einem Hügel von 400 Meter (relativer) Höhe, eine malerische Kirche den Blick magisch anzieht. Die spirituelle Stätte der Georgier ist wunderschön gelegen – gleichzeitig aber nicht unbedingt einfach zu erreichen.</p>
<p>Die Russen handelten in der Zeit des Sowjetregimes pragmatisch und bauten eine Seilbahn zur Zminda Sameba. Kaum fiel das Riesenreich auseinander, fiel auch die Seilbahn: Der Blick sollte nicht durch ein solches Monstrum verschandelt, die heilige Stätte nicht entweiht werden. Man könnte diesen Rückbau auch als Akt zur Wiederherstellung ökologischer und kultureller <a href="http://www.holistic-innovation.org/blog/tag/nachhaltigkeit/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Nachhaltigkeit">Nachhaltigkeit</a> bezeichnen.</p>
<p>Ja, wenn das so einfach wäre. Sicher ist es ein tolles Gefühl, nach einem etwas über einstündigen Anstieg durch lichte Wälder die Kirche zu erreichen. Doch darf man den Zugang zu einem solchen Ort auf die Menschen limitieren, die das aus eigener Muskelkraft schaffen? Dies wäre sicher nicht im Sinne sozialer und kultureller <a href="http://www.holistic-innovation.org/blog/tag/nachhaltigkeit/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Nachhaltigkeit">Nachhaltigkeit</a>.</p>
<p>Nun ja, in der Praxis fand sich schnell eine alternative Lösung: Über eine Schotterstraße konnten Autos und Lada-Taxis einfach den Hügel erklimmen. Doch mit dem romantischen Anstieg war es damit genauso vorbei wie mit ökologischer <a href="http://www.holistic-innovation.org/blog/tag/nachhaltigkeit/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Nachhaltigkeit">Nachhaltigkeit</a>: In ständiger Vorsicht und weitgehend eingehüllt in Staub- und Abgaswolken wird dieser Weg für Fußgänger sehr unattraktiv (und ich habe mich auf die glitschige Direttissima begeben). Man könnte die Taxis wieder verbieten. Doch neben der schon angesprochenen Selektion im Zugang zu der Kirche würden so auch einige der wenigen Einkommensquellen für die teilweise noch (oder wieder) sehr arme Bevölkerung versiegen. Diese Lösung wäre also zwar ökologisch, aber weder sozial noch ökonomisch nachhaltig. Eine lose-lose Situation?</p>
<p><strong>Suggestions:</strong></p>
<p>Eins ist offensichtlich: Eine langfristig erfolgreiche Nachhaltigkeitsorientierung muss auf einer gleichzeitigen Berücksichtigung ökologischer, sozialer, kultureller und ökonomischer Interessen aufbauen. Dies kann als Durchsetzen in einem Machtkampf oder als schaler Kompromiss gestaltet werden – meist ist die Lösung dann jedoch weder Fisch noch Fleisch. Innovatoren können und sollten daher  jenseits dieser unbefriedigenden Varianten nach neuen Lösungen suchen, um die Erfüllung all dieser Interessen intelligent zu verbinden.</p>
<p>Was könnte zum Beispiel in Kasbegi geschehen?</p>
<ul>
<li>Mit elektrobetriebenen Rikschas könnten lärm- und abgasfrei und sogar weitgehend ohne Stauberzeugung Gläubige und/oder Touristen zur Zminda Sameba kutschiert werden.</li>
</ul>
<ul>
<li>Sportlich ambitionierten Touristen (in dieser Bergregion eher die Regel als die Ausnahme) könnte kostenfrei ein Fahrrad mit Mitfahrersitz zur Verfügung gestellt werden – wenn sie eine Person mit auf den Hügel und später wieder hinab chauffieren.</li>
</ul>
<ul>
<li>Eine Seilbahn könnte naturnah und aus weitgehend durchsichtigen Materialien konstruiert und von einer lokalen Genossenschaft betrieben werden.</li>
</ul>
<p>Dies sind nur einige Beispiele – aber sie zeigen den Weg: Gerade in der Auflösung von (scheinbaren) Widersprüchen zeigen sich die Gestaltungskraft und <a href="http://www.holistic-innovation.org/blog/tag/schonheit/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Schönheit">Schönheit</a> und vor allem der Nutzwert von Innovationen am besten!</p>
<p><strong>Question:</strong></p>
<p>Interessens- oder ideologiegeleitete Diskussionen sind heute eher vom Nein und vom Dagegen geprägt. Dies zerstört jedoch das produktive und innovative Klima – das auf der anderen Seite Voraussetzung ist für die Entwicklung und Realisierung innovativer Lösungen, die die Berücksichtigung der verschiedenen Interessen intelligent verbinden helfen würde. Daraus ergeben sich folgende Fragen:</p>
<ol>
<li>Wie lässt sich dieser scheinbare Widerspruch auflösen?</li>
<li>Wie lassen sich gerade für die Realisierung auch in ideeller Hinsicht sinnvoller Innovationen das Neue unterstützende Rahmenbedingungen schaffen?</li>
</ol>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Jahrmarkt der Eitelkeiten – über Innovation und Kooperation für den Spitzensport</title>
		<link>http://www.holistic-innovation.org/blog/2009/10/28/jahrmarkt-der-eitelkeiten-%e2%80%93-uber-innovation-und-kooperation-fur-den-spitzensport/</link>
		<comments>http://www.holistic-innovation.org/blog/2009/10/28/jahrmarkt-der-eitelkeiten-%e2%80%93-uber-innovation-und-kooperation-fur-den-spitzensport/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 28 Oct 2009 13:04:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eckehard Fozzy Moritz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Holistic Innovation Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Innovation]]></category>
		<category><![CDATA[Kooperation]]></category>
		<category><![CDATA[Spitzensport]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>

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		<description><![CDATA[Prof. Dr. Eckehard Fozzy Moritz Challenge: Spitzensport ist faszinierend und steckt voller Potenzial. Leider kommt dies manchmal zuallerletzt dem Sport und den Sportlern zu Gute. Hier ist neues Denken und Handeln gefragt – insbesondere im Hinblick darauf, wie man Kooperation und Innovation fördert. Special: Dieser Blogbeitrag ist hat ein neues Formatelement „Special“, denn er ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Prof. Dr. Eckehard Fozzy Moritz</p>
<p><strong>Challenge:</strong></p>
<p><a href="http://www.holistic-innovation.org/blog/tag/spitzensport/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Spitzensport">Spitzensport</a> ist faszinierend und steckt voller <a href="http://www.holistic-innovation.org/blog/tag/potenzial/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Potenzial">Potenzial</a>. Leider kommt dies manchmal zuallerletzt dem <a href="http://www.holistic-innovation.org/blog/tag/sport/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Sport">Sport</a> und den Sportlern zu Gute. Hier ist neues Denken und Handeln gefragt – insbesondere im Hinblick darauf, wie man <a href="http://www.holistic-innovation.org/blog/tag/kooperation/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kooperation">Kooperation</a> und <a href="http://www.holistic-innovation.org/blog/tag/innovation/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Innovation">Innovation</a> fördert.</p>
<p><strong>Special:</strong></p>
<p>Dieser Blogbeitrag ist hat ein neues Formatelement „Special“, denn er ist ein selbst eine Art Kooperationsexperiment: Er ist Eröffnungs- oder, weniger pathetisch, Testblog im Rahmen eines Projektes zum Wissensmanagement im deutschen <a href="http://www.holistic-innovation.org/blog/tag/spitzensport/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Spitzensport">Spitzensport</a> (blog.wissen-wvl.de; in Vorbereitung: www.wissen-im-<a href="http://www.holistic-innovation.org/blog/tag/sport/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Sport">sport</a>.de). Er ist gleichzeitig „normaler“ Beitrag zum Blog zur Holistischen <a href="http://www.holistic-innovation.org/blog/tag/innovation/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Innovation">Innovation</a> der SportKreativWerkstatt (blog.sportkreativwerkstatt.de). Er ist damit in gewisser Art und Weise selbstreferenziell: <a href="http://www.holistic-innovation.org/blog/tag/innovation/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Innovation">Innovation</a> und <a href="http://www.holistic-innovation.org/blog/tag/kooperation/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kooperation">Kooperation</a> für den <a href="http://www.holistic-innovation.org/blog/tag/spitzensport/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Spitzensport">Spitzensport</a>…</p>
<p>Für neue Leser: Meine Blogbeiträge haben immer bestimmte Perspektiven auf <a href="http://www.holistic-innovation.org/blog/tag/innovation/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Innovation">Innovation</a> zum Thema. Sie sind etwas herausfordernd, um zum Lesen anzuregen, Diskussionen anzufachen und neue Impulse zu setzen. Gleichzeitig sind sie aber auch lösungsorientiert; sie enden immer mit einigen Handlungsvorschlägen. Schließlich entsteht <a href="http://www.holistic-innovation.org/blog/tag/innovation/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Innovation">Innovation</a> nicht durch Meckern und Besserwissen, sondern einzig und alleine durch Aktion!</p>
<p><strong>Storyline:</strong></p>
<p>Das folgende Märchen ist ausdrücklich und wahrhaftig fiktiv – auch wenn man gut und gerne das Gegenteil glauben könnte.</p>
<p>Es war einmal eine Sportlerin, nennen wir sie Maria, Deutsche Jugendmeisterin im Sackhüpfen. Mit ihrer Bestzeit hätte sie bei den letzten Olympischen Spielen (in der fiktiven Welt ist Sackhüpfen olympisch) die Bronzemedaille gewonnen, im zarten Alter von 13 Jahren. Ein Jahrhunderttalent: motiviert, engagiert, fröhlich – einfach gut! Doch leider musste sie recht bald feststellen, dass gute Sportlerinnen nicht nur einfach gute Sportlerinnen sind. Sie sind auch potenzieller Katalysator für die Vermehrung von Profit, Status, Macht, Einfluss und ähnlichem mehr. Also nahm das Schicksal seinen Lauf…</p>
<ul>
<li>Ein Berater wusste, wie man (in erster Linie er selbst) Geld machen würde. Marias fröhliches Gesicht prangte auf Werbung für Haarentferner, Schokocreme und Waschverstärker. Immer mehr Promotion-Auftritte, immer lächeln. Wie soll sie da fröhlich bleiben?</li>
</ul>
<ul>
<li>Ein sportwissenschaftliches Institut für Sprungdynamik wusste, wie Maria <a href="http://www.holistic-innovation.org/blog/tag/technik/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Technik">Technik</a> und Training optimieren könnte.  Die Sprünge müssten weiter sein, dennoch solle sie nicht so tief in die Hocke gehen. Puls, Laktat, Eisprung und Zehenwachstum wurden permanent kontrolliert. Spaß am Training und Sicherheit bei der Bewegung verschwanden.</li>
</ul>
<ul>
<li>Der Sackhüpf-Verband sah seine Chance, endlich unabhängig zu werden und damit auch eine eigene Funktionärsriege zu den Olympischen Spielen zu schicken. Man argumentierte im Sportministerium, nur mit solch schlanken Strukturen und einer Übertragung der Fördermittel des ohnehin glücklosen Eierlauf-Verbands auf die eigenen Institutionen könne man erfolgreich sein. Schade, dass nach der Bundestagswahl der Seniorenmeister im Eierlaufen Sportminister wurde… Jetzt reichte das Fördergeld für die Sackhüpfer nicht einmal mehr, um Marias Trainingswiese zu mähen.</li>
</ul>
<ul>
<li>Ein Hersteller von Säcken witterte Profit im Hochpreissegment. Er brachte einen Beryllium-Sack aus der Weltraumforschung auf den Markt, den unsere Sportlerin fortan benutzen musste. Er war viel zu hart, und Maria litt fortan unter chronischen Entzündungen der Patellasehne. Sie fiel somit leider für die Olympiasaison aus…</li>
</ul>
<p>Nein, hier wird jetzt nicht noch die Rolle der Sportmediziner persifliert… und auch auf andere Ausweitungen verzichtet. Schließlich ist die Geschichte ja rein fiktiv J. Außerdem sollte die Botschaft jetzt klar sein: Erfolg im <a href="http://www.holistic-innovation.org/blog/tag/spitzensport/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Spitzensport">Spitzensport</a> ergibt sich nicht als Summe aus einer Verfolgung von Einzelinteressen; eher im Gegenteil. Erfolg im <a href="http://www.holistic-innovation.org/blog/tag/spitzensport/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Spitzensport">Spitzensport</a> erfordert so viel <a href="http://www.holistic-innovation.org/blog/tag/kooperation/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kooperation">Kooperation</a> im Umfeld der Sportler wie irgend möglich. Und vor allem Liebe, Hingabe und Enthusiasmus für den <a href="http://www.holistic-innovation.org/blog/tag/sport/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Sport">Sport</a> selbst.</p>
<p><strong>Suggestions:</strong></p>
<p>Was heißt das nun für unser Thema, <a href="http://www.holistic-innovation.org/blog/tag/innovation/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Innovation">Innovation</a> und <a href="http://www.holistic-innovation.org/blog/tag/kooperation/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kooperation">Kooperation</a> für den <a href="http://www.holistic-innovation.org/blog/tag/spitzensport/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Spitzensport">Spitzensport</a>? Im Folgenden möchte ich einige Handlungsansätze diskutieren:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.holistic-innovation.org/blog/tag/spitzensport/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Spitzensport">Spitzensport</a> soll vieles leisten; Bestätigung, Begeisterung, Unterhaltung, Demonstration; er soll Frieden und Business fördern, jungen Menschen Ziele geben und alte Menschen von Kraft und Jugend träumen lassen. Er kann all diese Wünsche und Anforderungen jedoch langfristig nur erfüllen, wenn er authentisch bleibt: Innovationen dürfen daher den <a href="http://www.holistic-innovation.org/blog/tag/sport/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Sport">Sport</a> und die Sportler nicht nur instrumentalisieren und vor vollendete Tatsachen stellen, sondern sollten in <a href="http://www.holistic-innovation.org/blog/tag/kooperation/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kooperation">Kooperation</a> mit diesen so entwickelt werden, dass für alle Seiten attraktive Lösungen entstehen.</li>
</ul>
<ul>
<li>Zur Förderung des Spitzensports, und insbesondere von Innovationen für den <a href="http://www.holistic-innovation.org/blog/tag/spitzensport/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Spitzensport">Spitzensport</a>, sind daher kooperative Strukturen zu schaffen und zu erhalten. Hierzu zählen formale genauso wie informelle, reale genauso wie virtuelle Formen der Unterstützung von <a href="http://www.holistic-innovation.org/blog/tag/kooperation/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kooperation">Kooperation</a> und Kommunikation. Einige Lösungen, die wir mit dem Deutschen Skiverband bereits erfolgreich etabliert haben, sind Innovationsnetzwerke, runde Kreativtische und Wiki-basierte Systeme zum Wissens- und Ideenmanagement. Als Schwerpunkte für weitere Handlungsansätze sehen wir eine Verbesserung der sportartübergreifenden <a href="http://www.holistic-innovation.org/blog/tag/kooperation/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kooperation">Kooperation</a>, die unbürokratischen Förderung von kleinen und kleinsten Innovationsinitiativen und die Verschmelzung von realer mit virtueller Kooperationsarbeit, zum Beispiel über Wandbildschirme.</li>
</ul>
<ul>
<li>Eine wesentliche Erfahrung aus allen bisherigen Aktivitäten ist, dass eine Unterstützung von <a href="http://www.holistic-innovation.org/blog/tag/innovation/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Innovation">Innovation</a> für den <a href="http://www.holistic-innovation.org/blog/tag/spitzensport/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Spitzensport">Spitzensport</a> auch dabei ansetzen sollte, Begeisterung zu schaffen bei aktuellen und potenziellen Innovatoren. Die „Szene“ rund um den <a href="http://www.holistic-innovation.org/blog/tag/spitzensport/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Spitzensport">Spitzensport</a> sollte daher nicht nur geprägt sein von überbewerteten Schönheiten, verkalkten Besserwissern und gelangweilten VIPs, sondern man sollte auch die einladen, die tatsächlich Herz und Hirn für den Wettbewerbsvorteil der Sportler und Hingabe und Ressourcen für alte und neue Initiativen einsetzen können und wollen.</li>
</ul>
<p><strong>Questions:</strong></p>
<ol>
<li>Eitelkeiten werden so schnell nicht verschwinden. Wie kann man diese so „umlenken“, dass sie <a href="http://www.holistic-innovation.org/blog/tag/kooperation/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kooperation">Kooperation</a> und <a href="http://www.holistic-innovation.org/blog/tag/innovation/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Innovation">Innovation</a> fördern?</li>
<li>Wie sieht ein optimaler institutioneller Rahmen aus zur Förderung von <a href="http://www.holistic-innovation.org/blog/tag/innovation/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Innovation">Innovation</a> und <a href="http://www.holistic-innovation.org/blog/tag/kooperation/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kooperation">Kooperation</a> für den <a href="http://www.holistic-innovation.org/blog/tag/spitzensport/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Spitzensport">Spitzensport</a>?</li>
</ol>
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		<item>
		<title>Stairway to Heaven – zum schmalen Grat zwischen Sklaverei und Schönheitssport</title>
		<link>http://www.holistic-innovation.org/blog/2009/09/15/stairway-to-heaven-%e2%80%93-zum-schmalen-grat-zwischen-sklaverei-und-schonheitssport/</link>
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		<pubDate>Tue, 15 Sep 2009 13:21:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eckehard Fozzy Moritz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Holistic Innovation Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Innovation]]></category>
		<category><![CDATA[Schönheit]]></category>
		<category><![CDATA[Sklaverei]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>

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		<description><![CDATA[Prof. Dr. Eckehard Fozzy Moritz Challenge: Gelangweiltes Dahintreten in Fitnessstudios mag das Gewissen beruhigen oder Aktivität demonstrieren; es bringt jedoch denen, die das so machen, so gut wie nichts – und schreckt andere von körperlicher Aktivität ab. Dabei bieten Sport und Bewegung alle Möglichkeiten, Freude mit Gesundheits- und Schönheitswirkung zu verbinden; man muss nur auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Prof. Dr. Eckehard Fozzy Moritz</p>
<p><strong>Challenge:</strong></p>
<p>Gelangweiltes Dahintreten in Fitnessstudios mag das Gewissen beruhigen oder Aktivität demonstrieren; es bringt jedoch denen, die das so machen, so gut wie nichts – und schreckt andere von körperlicher Aktivität ab. Dabei bieten <a href="http://www.holistic-innovation.org/blog/tag/sport/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Sport">Sport</a> und Bewegung alle Möglichkeiten, Freude mit Gesundheits- und Schönheitswirkung zu verbinden; man muss nur auch zeitgemäße Angebote entwickeln und Lifestyle-PR entsprechend gestalten.</p>
<p><strong>Storyline:</strong></p>
<p>Cuernavaca, Mexico; im Museum. Ein großes Mühlrad erweckt meine Neugier – und kein Wunder: Es ist gar kein Mühlrad, sondern eine endlose Trittleiter, ähnlich wie ein Hamsterrad, nur dass hier Sklaven treten, um Wasser zu fördern, Getreide zu mahlen… Ich weiß es schon gar nicht mehr genau. Es sieht martialisch aus.</p>
<p>Zunächst denke ich: Was für eine Schweinerei, Ausbeutung… was man halt so über die <a href="http://www.holistic-innovation.org/blog/tag/sklaverei/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Sklaverei">Sklaverei</a> denkt. Doch plötzlich sehe ich vor meinem geistigen Auge die Reihe von Stairmaster-Fitnessgeräten in meinem Fitnessstudio. Darauf teilweise unförmige Gestalten mit einem miesepetrigen Gesichtsausdruck, wobei Nutzungsart und -intensität nicht dazu geeignet scheinen, irgendetwas an beiden Sachverhalten zu ändern.</p>
<p>Wofür treten sie (r)ein? Bewegungsfreude ist es offenbar nicht, und weder stark noch schön wird man, so lange sich die Bewegung nur bei genügend langer Betrachtungszeit vom Stehen unterscheidet. Aber etwas treibt, und es ist wohl entweder das Gefühl, etwas zu tun, oder die Möglichkeit, zu behaupten oder zu zeigen, dass man etwas tut. Nur: Warum tut man/frau überhaupt? Wenn es tatsächlich extrinsische „Zwänge“ sind, wegen derer hier hydraulikbetriebene Treppenstufensurrogate auf und ab bewegt werden – vielleicht noch von Modezaren gefordert und von Klatschreportern in selbsternannten Wohlfühlzeitungen kolportiert – ist der Unterschied zur <a href="http://www.holistic-innovation.org/blog/tag/sklaverei/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Sklaverei">Sklaverei</a> fast nur noch der, dass man im Fitnessstudio noch dafür bezahlt…</p>
<p>Okay, das war Ketzerei. Dabei soll der Blog doch Perspektiven zu <a href="http://www.holistic-innovation.org/blog/tag/innovation/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Innovation">Innovation</a> bringen. Doch die sind gar nicht so weit weg wie man meinen mag. Denn mein leidenschaftliches Plädoyer ist, dass Bewegung auch Freude machen kann, und machen sollte. Den „Sportlern“ sollte klar sein, dass das teilnahmslose und regungsarme Abspulen eines Programmes – weil man meint, das müsste so sein – sicher nicht die erhoffte oder suggerierte Wirkung erzielt. Das heißt nicht, dass sie nichts machen sollten, im Gegenteil. Sie sollten sich nur Formen von Bewegung und <a href="http://www.holistic-innovation.org/blog/tag/sport/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Sport">Sport</a> aussuchen, die Freude und Begeisterung wecken; zur nachhaltigen Nutzung motivieren und Intensität fast nebenbei erzeugen. Und die Innovatoren sollten gefälligst auch solche Angebote entwickeln. Wie und was, beschreibe ich im nächsten Abschnitt.</p>
<p><strong>Suggestions:</strong></p>
<p>Folgende Anregungen möchte ich gerne ins Gebetbuch von Innovatoren im Bereich <a href="http://www.holistic-innovation.org/blog/tag/sport/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Sport">Sport</a> und, noch wichtiger, Prävention und Rehabilitation schreiben:</p>
<ul>
<li>Auch wenn ich mich wiederhole: Geräte und sonstige Angebote, die nicht genutzt werden, nutzen nichts. Je weiter man von Krankheitsbekämpfung weg geht in Richtung primärer Prävention, Lifestyle und <a href="http://www.holistic-innovation.org/blog/tag/sport/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Sport">Sport</a>, desto wichtiger wird dieses Argument: Innovatoren müssen daher hier zuerst von Bewegungsmotivation, Bewegungsfreude und Lebensweltintegration ausgehen, und dann erst die Gesundheitsbeiträge optimieren.</li>
</ul>
<ul>
<li>Bewegungsangebote zur Förderung von <a href="http://www.holistic-innovation.org/blog/tag/gesundheit/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Gesundheit">Gesundheit</a> und <a href="http://www.holistic-innovation.org/blog/tag/schonheit/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Schönheit">Schönheit</a> konkurrieren permanent mit anderen Attraktionen des Lebens; Fernsehen, Computerspielen, Kneipe, Drogen, Handynutzung. Und selbst wenn Liegestützen, Klimmzüge und Kniebeugen eigentlich ein prima Präventionsprogramm darstellen, sind sie immer weniger konkurrenzfähig in diesem Wettbewerb… Innovatoren müssen sich daher immer Neues dem Zeitgeist angepasstes einfallen lassen, um Menschen zu Bewegung zu motivieren.</li>
<li>Es ist bezeichnend, aber nicht befriedigend, dass Innovationen hier von völlig „sektorfremden“ Unternehmen entwickelt werden; noch dazu mit großem Erfolg. Die Nintendo Wii soll hier als viel zitiertes Beispiel genügen. Ich möchte daher dringend anregen und anraten, dass Hersteller von Präventions- und Rehabilitationsgeräten aus dieser Lektion lernen und Aspekte der Motivation und Freude in ihre Entwicklungsanstrengungen integrieren. Sie könnten sonst sang- und klanglos vom Markt verschwinden.</li>
</ul>
<p><strong>Questions:</strong></p>
<ol>
<li>In Fitnessstudios beobachte ich immer öfter, dass viele auch bei gutem Gesundheitszustand mit geringst möglichen Gewichten trainieren. Ein Studio mag im Hinblick auf Verletzungsrisiko auf Nummer sicher gehen wollen, körperliche Anstrengung beim <a href="http://www.holistic-innovation.org/blog/tag/sport/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Sport">Sport</a> immer weniger attraktiv erscheinen – doch ein solches „Training“ bringt nichts. Was kann man tun, damit Menschen ab und zu auch wieder an ihre körperlichen Grenzen gehen – und dabei vielleicht sogar Spaß erleben, auf jeden Fall aber effektiv <a href="http://www.holistic-innovation.org/blog/tag/gesundheit/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Gesundheit">Gesundheit</a> und Aussehen fördern?</li>
<li>Welche Hilfestellungen (außer natürlich unserer Innovationsmethodik <a href="http://www.springerlink.com/content/h87xt844l96x4825/">http://www.springerlink.com/content/h87xt844l96x4825/</a> ) kann man Innovatoren im Bereich Prävention und Rehabilitation geben, um Produkte und Serviceangebote im Hinblick auf Nutzungsmotivation und Lebensweltintegration zu entwickeln und zu verbessern?</li>
</ol>
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		<title>Textilinnovationen pervertieren den Schwimmsport – dabei gäbe es genug spannende Innovationspotenziale</title>
		<link>http://www.holistic-innovation.org/blog/2009/06/29/textilinnovationen-pervertieren-den-schwimmsport-%e2%80%93-dabei-gabe-es-genug-spannende-innovationspotenziale/</link>
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		<pubDate>Mon, 29 Jun 2009 12:48:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eckehard Fozzy Moritz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Holistic Innovation Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Innovation]]></category>
		<category><![CDATA[Potenzial]]></category>
		<category><![CDATA[Schwimmen]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>
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		<description><![CDATA[Prof. Dr. Eckehard Fozzy Moritz Challenge Spätestens seit den Olympischen Spielen in Sydney 2000 hüllen immer mehr Schwimmer immer größere Teile ihres Körpers in immer leistungsfähigere Schwimmbekleidung. Die Weltrekorde purzeln am Fließband – doch ansonsten nützt das wenig und schadet viel. Also weg mit diesen Klamotten – denn nützliche Innovationsaufgaben gibt es im auch im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Prof. Dr. Eckehard Fozzy Moritz</p>
<p><strong>Challenge</strong></p>
<p>Spätestens seit den Olympischen Spielen in Sydney 2000 hüllen immer mehr Schwimmer immer größere Teile ihres Körpers in immer leistungsfähigere Schwimmbekleidung. Die Weltrekorde purzeln am Fließband – doch ansonsten nützt das wenig und schadet viel. Also weg mit diesen Klamotten – denn nützliche Innovationsaufgaben gibt es im auch im Schwimmsport wahrlich genug.</p>
<p><strong>Storyline</strong></p>
<p>Wie viel Haut muss ein Schwimmer zeigen? Nein, es geht hier nicht um eine Erhöhung der Attraktivität dieser Sportart durch eine verbesserte Möglichkeit der Fleischbeschauung. Aber die zusehende Einschnürung der Schwimmkörper in elastischen Ganzkörperkondomen fördert neben einer Weltrekordflut in erheblichem Maße auch Ungleichheit, Chaos und Probleme für den Schwimmsport an sich. Deshalb wird es höchste Zeit, wieder zur „ehrlichen Haut“ zurückzukehren…</p>
<p>Doch halt: Wieso arbeite ich an Innovationen am Bob, meckere aber über Innovationen am Schwimmanzug? Aus der sicher komplexen Diskussion möchte ich hier nur das für mich zentrale Argument herausstellen: Beim Bob-, oder auch beim Rad- und Autorennsport, geht es darum, eben mit Bob, Rad oder Auto möglichst schnell zu sein. <a href="http://www.holistic-innovation.org/blog/tag/schwimmen/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Schwimmen">Schwimmen</a> ist jedoch eine Art „Urkompetenz“ von Lebewesen: Wenn man denn ein Rennen will, sollte daher der schnellste Körper gewinnen und nicht der im schnellsten Anzug.</p>
<p>Trotzdem: Sollte man sich als Innovator nicht über Innovationen freuen? Zumal das Reglement doch vorschreibt, dass jeder Wettkampfteilnehmer jeden Anzug erwerben können muss? Nein, ich bin für die Rückkehr zu Badeanzug und Badehose, und zwar auch noch aus folgenden Gründen:</p>
<ul>
<li> Die Anzüge nützen fast ausschließlich denjenigen Firmen, die das aktuell schnellste Modell herstellen; ein wenig auch den Sportlern, die dieses im Wettkampf benutzen können. Sie nutzen nicht wirklich der Serienentwicklung, da Komfort, Design und schnelles Trocknen für die badende Bevölkerung wesentlich wichtiger ist als Zehntelersparnisse in der Fortbewegungsgeschwindigkeit.</li>
<li>Die Anzüge schaden dem Wettkampfsport in der Breite und der Nachwuchsförderung, da sie sehr teuer sind (400 EUR) und schnell kaputt gehen (nach dreißig Mal tragen). Viele, die das Geld nicht haben oder anders ausgeben wollen, wechseln daher zu anderen Arten von Bewegungsherausforderung oder Körperertüchtigung.</li>
<li>Die Anzüge bringen politisches Chaos in den <a href="http://www.holistic-innovation.org/blog/tag/spitzensport/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Spitzensport">Spitzensport</a>, der sich mit Zertifizierungen, Prüfungen, Zulassungen und den damit typischerweise einher gehenden Mauscheleien aufreibt, anstatt tollen Schwimmsport zu unterstützen.</li>
</ul>
<p>Also weg mit den Dingern. Doch dieser Blog wäre ein schlechter Innovationsblog, wenn nur genörgelt würde und nicht auch Vorschläge für Innovationen gemacht würden – im Sinne des Schwimmsports, zum Nutzen von Menschen UND Unternehmen.</p>
<p><strong>Suggestions</strong></p>
<p>Folgende Innovationsfelder schlage ich vor:</p>
<ul>
<li> Lernmaterialien und Trainingshilfen: Hierbei geht es nicht nur um Sicherheit, Lage und Auftrieb, sondern auch um Anpassbarkeit, Variabilität und Spaß.</li>
<li>Neue Wettkämpfe und Events: Stefan Raab ist mit dem Turmspringen auch nicht wirklich Neues eingefallen. Aber Bodyboarding im Wellenbad, Wildwasserschwimmen, Style-Rutschen und Flussdurchquerungsrennen wären sicher populärer und attraktiver als Synchronspringen vom 3 Meter Brett oder die unübersehbare Vielzahl von Kurzbahn- und Normalbahnstrecken in verschiedenen Schwimmstilen, einzeln und kombiniert</li>
<li>in der Halle und draußen.</li>
<li><a href="http://www.holistic-innovation.org/blog/tag/textilien/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Textilien">Textilien</a>: Hier sehe ich zum Beispiel Innovationspotenziale im Komfort, der Trockengeschwindigkeit, dem Auftrieb für „Nichtschwimmer“, der <a href="http://www.holistic-innovation.org/blog/tag/nachhaltigkeit/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Nachhaltigkeit">Nachhaltigkeit</a> bei Materialien, einem integrierten Stoßschutz und einer Abwehr gefährlicher Tierarten, einem Leuchten bei Nacht, einer Notrufintegration und einer Temperaturregulierung.</li>
</ul>
<p><strong>Questions</strong></p>
<ol>
<li> Wie sieht ein einfaches faires Reglement aus, das dem Extrem des „nackten“ Schwimmers am nächsten kommt?</li>
<li>Wie kann man Funktionärspositionen im Sinne der Förderung des Sports und der Sportler so gestalten und so besetzen, dass Macht, einseitige Einflussnahme und persönliche Bereicherung als Handlungsmotive in ihrer Bedeutung und Auswirkung minimiert werden?</li>
</ol>
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