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	<title>Holistic Innovation &#187; Schwimmen</title>
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		<title>Textilinnovationen pervertieren den Schwimmsport – dabei gäbe es genug spannende Innovationspotenziale</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Jun 2009 12:48:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eckehard Fozzy Moritz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Holistic Innovation Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Innovation]]></category>
		<category><![CDATA[Potenzial]]></category>
		<category><![CDATA[Schwimmen]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>
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		<description><![CDATA[Prof. Dr. Eckehard Fozzy Moritz Challenge Spätestens seit den Olympischen Spielen in Sydney 2000 hüllen immer mehr Schwimmer immer größere Teile ihres Körpers in immer leistungsfähigere Schwimmbekleidung. Die Weltrekorde purzeln am Fließband – doch ansonsten nützt das wenig und schadet viel. Also weg mit diesen Klamotten – denn nützliche Innovationsaufgaben gibt es im auch im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Prof. Dr. Eckehard Fozzy Moritz</p>
<p><strong>Challenge</strong></p>
<p>Spätestens seit den Olympischen Spielen in Sydney 2000 hüllen immer mehr Schwimmer immer größere Teile ihres Körpers in immer leistungsfähigere Schwimmbekleidung. Die Weltrekorde purzeln am Fließband – doch ansonsten nützt das wenig und schadet viel. Also weg mit diesen Klamotten – denn nützliche Innovationsaufgaben gibt es im auch im Schwimmsport wahrlich genug.</p>
<p><strong>Storyline</strong></p>
<p>Wie viel Haut muss ein Schwimmer zeigen? Nein, es geht hier nicht um eine Erhöhung der Attraktivität dieser Sportart durch eine verbesserte Möglichkeit der Fleischbeschauung. Aber die zusehende Einschnürung der Schwimmkörper in elastischen Ganzkörperkondomen fördert neben einer Weltrekordflut in erheblichem Maße auch Ungleichheit, Chaos und Probleme für den Schwimmsport an sich. Deshalb wird es höchste Zeit, wieder zur „ehrlichen Haut“ zurückzukehren…</p>
<p>Doch halt: Wieso arbeite ich an Innovationen am Bob, meckere aber über Innovationen am Schwimmanzug? Aus der sicher komplexen Diskussion möchte ich hier nur das für mich zentrale Argument herausstellen: Beim Bob-, oder auch beim Rad- und Autorennsport, geht es darum, eben mit Bob, Rad oder Auto möglichst schnell zu sein. <a href="http://www.holistic-innovation.org/blog/tag/schwimmen/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Schwimmen">Schwimmen</a> ist jedoch eine Art „Urkompetenz“ von Lebewesen: Wenn man denn ein Rennen will, sollte daher der schnellste Körper gewinnen und nicht der im schnellsten Anzug.</p>
<p>Trotzdem: Sollte man sich als Innovator nicht über Innovationen freuen? Zumal das Reglement doch vorschreibt, dass jeder Wettkampfteilnehmer jeden Anzug erwerben können muss? Nein, ich bin für die Rückkehr zu Badeanzug und Badehose, und zwar auch noch aus folgenden Gründen:</p>
<ul>
<li> Die Anzüge nützen fast ausschließlich denjenigen Firmen, die das aktuell schnellste Modell herstellen; ein wenig auch den Sportlern, die dieses im Wettkampf benutzen können. Sie nutzen nicht wirklich der Serienentwicklung, da Komfort, Design und schnelles Trocknen für die badende Bevölkerung wesentlich wichtiger ist als Zehntelersparnisse in der Fortbewegungsgeschwindigkeit.</li>
<li>Die Anzüge schaden dem Wettkampfsport in der Breite und der Nachwuchsförderung, da sie sehr teuer sind (400 EUR) und schnell kaputt gehen (nach dreißig Mal tragen). Viele, die das Geld nicht haben oder anders ausgeben wollen, wechseln daher zu anderen Arten von Bewegungsherausforderung oder Körperertüchtigung.</li>
<li>Die Anzüge bringen politisches Chaos in den Spitzensport, der sich mit Zertifizierungen, Prüfungen, Zulassungen und den damit typischerweise einher gehenden Mauscheleien aufreibt, anstatt tollen Schwimmsport zu unterstützen.</li>
</ul>
<p>Also weg mit den Dingern. Doch dieser Blog wäre ein schlechter Innovationsblog, wenn nur genörgelt würde und nicht auch Vorschläge für Innovationen gemacht würden – im Sinne des Schwimmsports, zum Nutzen von Menschen UND Unternehmen.</p>
<p><strong>Suggestions</strong></p>
<p>Folgende Innovationsfelder schlage ich vor:</p>
<ul>
<li> Lernmaterialien und Trainingshilfen: Hierbei geht es nicht nur um Sicherheit, Lage und Auftrieb, sondern auch um Anpassbarkeit, Variabilität und Spaß.</li>
<li>Neue Wettkämpfe und Events: Stefan Raab ist mit dem Turmspringen auch nicht wirklich Neues eingefallen. Aber Bodyboarding im Wellenbad, Wildwasserschwimmen, Style-Rutschen und Flussdurchquerungsrennen wären sicher populärer und attraktiver als Synchronspringen vom 3 Meter Brett oder die unübersehbare Vielzahl von Kurzbahn- und Normalbahnstrecken in verschiedenen Schwimmstilen, einzeln und kombiniert</li>
<li>in der Halle und draußen.</li>
<li><a href="http://www.holistic-innovation.org/blog/tag/textilien/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Textilien">Textilien</a>: Hier sehe ich zum Beispiel Innovationspotenziale im Komfort, der Trockengeschwindigkeit, dem Auftrieb für „Nichtschwimmer“, der Nachhaltigkeit bei Materialien, einem integrierten Stoßschutz und einer Abwehr gefährlicher Tierarten, einem Leuchten bei Nacht, einer Notrufintegration und einer Temperaturregulierung.</li>
</ul>
<p><strong>Questions</strong></p>
<ol>
<li> Wie sieht ein einfaches faires Reglement aus, das dem Extrem des „nackten“ Schwimmers am nächsten kommt?</li>
<li>Wie kann man Funktionärspositionen im Sinne der Förderung des Sports und der Sportler so gestalten und so besetzen, dass Macht, einseitige Einflussnahme und persönliche Bereicherung als Handlungsmotive in ihrer Bedeutung und Auswirkung minimiert werden?</li>
</ol>
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