Innovationen für den Skisport
In diesem Projekt wird ein Netzwerk aufgebaut, in dem im vorwettbewerblichen Bereich Forschungs- und Entwicklungsanstrengungen der beteiligten Partner gebündelt werden, um gemeinsam Material- und Technologieinnovationen, insbesondere zur Erhöhung der Sicherheit im alpinen Skisport zu realisieren. Das Netzwerk besteht derzeit aus 12 Partnern, die im Hinblick auf ihre Kompetenz und Kompatibilität ausgewählt wurden, um durch Synergieeffekte die Entstehung neuer Konzepte und eine Realisierung und Markteinführung der Innovationen zu unterstützen.
Der Bedarf an Innovationen im alpinen Skisport, insbesondere zur Erhöhung der Sicherheit hat sich erneut in der vergangenen Wintersportsaison gezeigt, die von schweren Unfällen überschattet wurde. Dabei werden sich analog zum Automobilverkehr Unfälle zwar nie ganz vermeiden lassen, doch ihre Wahrscheinlichkeit und die Schwere der Konsequenzen lassen sich durch ein Zusammenspiel verschiedener Innovationen deutlich senken. Gleichzeitig wurde das immense wirtschaftliche Potenzial deutlich, das mit Produkten verbunden ist, die auf intelligente Weise diesen Bedarf decken. So kam es nach der intensiven Medienberichterstattung über den tödlichen Skiunfall unter Beteiligung des damaligen thüringischen Ministerpräsidenten Dieter Althaus zu einem regelrechten Run auf Skihelme. Allerdings können Helme und die ebenfalls immer beliebteren Rückenprotektoren als passive Sicherheitselemente nur einen Teil der vielfältigen Verletzungsmuster verhindern helfen. Ein weiterer Verletzungsschwerpunkt liegt nach wie vor in den Kniegelenken, wo es durch Über- und Fehlbelastungen oftmals auch ohne Sturz oder Kollision zu schweren Verletzungen kommt.
Um diese Potenziale zu erschließen, sollen die für Projekte in diesem Innovationsfeld nötigen wissenschaftlichen, technologischen und wirtschaftlichen Kompetenzen in einer einzigartigen Partnerkonstellation zusammengeführt, strategisch ausgerichtet und die Generierung von Innovationen methodisch angeleitet werden. Wichtigste Marktakteure hierbei sind etablierte Unternehmen der Sportbranche, die ohnehin zu den dynamischsten Industriebereichen zählt und in der regelmäßige Neuentwicklungen zum Selbstverständnis gehören. Es ergeben sich jedoch auch Möglichkeiten für Neueinsteiger in das Sportsegment; auch solche sind in dem Netzwerk vertreten. Beide Unternehmenstypen sollen im Netzwerk gezielt mit Technologie- und Materialexperten interagieren, die großes Interesse an der Erschließung neuer Anwendungsfelder für ihre Technologien, Materialien und Produkte haben und Möglichkeiten dafür im Sportbereich sehen. So lassen sich durch das Matching von strukturellen und nutzerspezifischen Anforderungen auf der einen und Technologiepotenzialen auf der anderen Seite gemeinsame Innovationsfelder identifizieren und Konzepte für abgestimmte Produkt- und Systemlösungen entwickeln. Abgerundet wird das Netzwerk durch kompetente Partner in der Vermarktung neuer Sportprodukte und der Entwicklung komplementärer Dienstleistungen. Auf Basis dieses systemischen Kompetenzprofils lassen sich ganzheitliche Wertschöpfungsketten von der Entwicklung über die Produktion bis hin zur Vermarktung der Produkte schaffen. Die Strategie des Netzwerkes soll dabei klar auf radikale Innovation und die Identifikation und Erschließung neuer Marktsegmente ausgerichtet sein.
Das Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand gefördert.
Der Projektauftakt war im Januar 2010, die Förderung wurde – vorläufig – bis Ende 2010 vergeben.
Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte Christian Henneke, SportKreativWerkstatt GmbH, unter che@sportkreativwerkstatt.de.


